Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)

Die Unfallforschung der Versicherer hat gemeinsam mit dem Hersteller Knorr-Bremse und dem Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der Technischen Universität München das Wirkpotenzial von ESP hinsichtlich der Vermeidbarkeit von schweren Lkw-Unfällen sowie der Verminderung derer Unfallfolgen untersucht.

Dazu war es notwendig, die Unfallsituationen gezielt zu analysieren. Die Wirksamkeitsanalyse anhand der realen Lkw-Unfälle offenbarte, dass ESP in Verbindung mit einer Kippstabilisation für Lkw und Lkw-Züge innerhalb der gegebenen physikalischen Grenzen ein hohes Potenzial zur Erhöhung der Sicherheit aufweist.

Die Zahl schwerer Lkw-Unfälle könnte - falls alle Lkw mit ESP ausgestattet wären - um bis zu 9 % verringert werden. Rechnet man die ESP-relevanten Fälle Bayerns auf ganz Deutschland hoch, so ergeben sich 427 schwere Lkw-Unfälle (mit 87 Getöteten und 456 Schwerverletzten), die durch ESP positiv hätten beeinflusst werden können.