Unfallgeschehen von Motorradfahrern

Die Zahl der verunglückten und getöteten Motorradfahrer ist über die letzten Jahre nahezu konstant hoch. Bezieht man das Getötetenrisiko auf den Fahrzeugbestand, so ist es seit 1984 auf ca. 1/4 gesunken. Allerdings ist das Risiko bei einem Motorradunfall getötet zu werden bezogen auf die Fahrleistung seit 1998 nahezu konstant. Im Vergleich zum Pkw ist der positive Trend zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei Motorrädern nicht vorhanden. So haben Maßnahmen des Gesetzgebers im Fahrerlaubnisrecht keinen erkennbaren Sicherheitsfortschritt bei jungen Fahranfängern gebracht. Junge Motorradfahrer sind nach wie vor eine hoch gefährdete Zielgruppe. Sicherheitsfortschritte, wie wir sie bei Pkw deutlich umgesetzt sehen, sind bei Motorrädern nahezu nicht vorhanden. Eine Ausnahme bildet hier die Einführung des ABS.

Ziel weiterer Aktivitäten muss es sein, dass Motorradunfallgeschehen an die positive Entwicklung des Unfallgeschehens bei Pkw anzukoppeln. Hierbei sind alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, sowohl aus Sicht der Gesetzgebung als auch aus technischer Sicht bei der Erhöhung der passiven und aktiven Sicherheit. Hier engagiert sich die Unfallforschung der Versicherer, um im Rahmen der Schadenverhütungsarbeit, die Sicherheit von Motorradfahrern im Straßenverkehr zu erhöhen.