Unfallzahlen 2010

Im Jahr 2010 kamen 49 Kinder im Alter unter 15 Jahren als Mitfahrer im Auto ums Leben. Damit ist die Zahl gegenüber 2009 zwar angestiegen, verglichen mit dem Jahr 2000 mit 103 getöteten Kindern im Auto, ist jedoch ein deutlicher Abwärtstrend zu verzeichnen. 

Eine UDV-Studie zum Fehlgebrauch von Kindersitzen ergab, dass im Vergleich der letzten 15 Jahre zwar immer noch genauso viele Fehler beim Einbau der Sitze und bei der Sicherung der Kinder im Sitz gemacht wurden, diese aber wesentlich weniger gravierend hinsichtlich der Sicherheit waren. Und: Wer einen Kindersitz mit der genormten Steckverbindung ISOFIX hat, macht überhaupt keine Einbaufehler mehr.

 

 

Bessere Rücksitze nötig

Die UDV weist allerdings darauf hin, dass immer noch 47 Prozent (Vorjahr 41 Prozent) der im Straßenverkehr getöteten Kinder dieser Altersgruppe im Auto ums Leben kamen. Auch gehe die Zahl der schwerverletzten Kinder nicht im gleichen Maße zurück wie die Zahl der getöteten Kinder im Auto. Deshalb müssten, nach einer Phase der Konzentration auf Fahrer und Beifahrer, jetzt dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Fondpassagieren getroffen werden. „Wir brauchen auf den Rücksitzen die gleichen Sicherheitsstandards wie bei Fahrer- und Beifahrersitzen“, sagte der Leiter der UDV, Siegfried Brockmann.

In den vergangenen Jahren hatte die Unfallforschung alleine die Broschüre „Kinder sichern im Auto“ mehr als 2,5 Millionen Mal verteilt.
Diese ist auch auf Türkisch kostenlos bei der UDV erhältlich (unfallforschung(at)gdv.de). Auf der Internetseite www.udv.de/kinder gibt es zahlreiche Informationen, u. a. auch über das universelle Befestigungssystem für Kindersitze ISOFIX.

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