Unfallforschung interdisziplinär
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Berliner Unfallforscher für seine Verdienste um Verkehrssicherheit geehrt
Eine von der UDV vorgelegte wissenschaftliche Studie hatte 2001 erstmals gezeigt, wie weit verbreitet besonders bei jungen Diskothekenbesuchern der Konsum von Drogen ist und wie gering von dieser Gruppe zum damaligen Zeitpunkt die Entdeckungswahrscheinlichkeit eingeschätzt wurde. Der nicht zuletzt aufgrund der UDV-Untersuchung intensivierte Kontrolldruck mit Hilfe der inzwischen in guter Qualität zur Verfügung stehenden Drogenschnelltests hat in den vergangenen Jahren zu einem deutlichen Anstieg der entdeckten Drogenfahrten geführt und damit die Existenz einer großen Dunkelziffer bestätigt.
Besonders wurde in der Laudatio auch die von der UDV entwickelte und seit mehreren Jahren mit einigen Bundesländern gemeinsam durchgeführte Kampagne „Don`t drug and drive“ hervorgehoben, die völlig neue Wege beschritt: Sie setzte bei der Konsumentengruppe das Wissen über Drogenwirkungen weitgehend voraus und klärte vor allem über die strafrechtlichen Folgen auf. Wichtiger Bestandteil waren regelmäßige und öffentlich angekündigte Drogenkontrollen durch die Polizei. Die positiven Wirkungen eines solchen Zusammenwirkens sind nachgewiesen.
Der Joseph-Ströbl-Preis wird von der gleichnamigen Stiftung seit 1991 jährlich verliehen und geht zurück auf den 1989 verstorbenen Journalisten Joseph Ströbl, der sich vielfältig für die Verkehrssicherheit engagiert hatte. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) wird durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) getragen.
Ansprechpartner:
Klaus Brandenstein
Unfallforschung der Versicherer (UDV)
Tel.: 030 / 20 20 – 58 83


