Kinder im Auto werden immer besser gesichert – Rückgang der Getötetenzahlen 2009 um 27 Prozent

Bessere Rücksitze nötig

Die UDV weist allerdings darauf hin, dass immer noch 40 Prozent (Vorjahr 50 Prozent) der Kinder dieser Altersgruppe im Auto ums Leben kamen. Auch gehe die Zahl der schwerverletzten Kinder nicht im gleichen Maße zurück wie die Zahl der getöteten Kinder im Auto. Deshalb müssten, nach einer Phase der Konzentration auf Fahrer und Beifahrer, jetzt dringend Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Fondpassagieren getroffen werden. „Wir brauchen auf den Rücksitzen die gleichen Sicherheitsstandards wie bei Fahrer- und Beifahrersitzen“, sagte der Leiter der UDV, Siegfried Brockmann.

Kein Rückgang bei Radlern und Fußgängern

Wenig erfreulich sind erneut die Zahlen für getötete Kinder als Radfahrer oder Fußgänger. Diese erhöhten sich im vergangenen Jahr auf je 24 (+1). Aus diesem Grund unterstützt die UDV Projekte, die die Sicherheit von radelnden Kindern (kostenloser Flyer: Kinder lernen Rad fahren), von Kin­dern auf dem Schulweg (Flyer und Broschüre Schulwegsicherung) sowie von Vorschulkindern (www.wir-koennen-das.de) erhöhen soll. Im 10-Jah­res-Zeitraum haben sich aber auch bei den Kindern als Radfahrer und Fußgänger die Zahlen positiv entwickelt  (1999: 164 – 2009: 48).

In den vergangenen Jahren hatte die Unfallforschung alleine die Bro­schüre „Kinder sichern im Auto“ mehr als 2,5 Millionen Mal verteilt. Diese ist auch auf Türkisch kostenlos bei der UDV erhältlich (unfallforschung(at)gdv.de). Auf der Internetseite (www.udv.de/Kinder) gibt es zahlreiche Informationen, u.a. auch über das universelle Befestigungs­system für Kindersitze ISOFIX.

Ansprechpartner:

Klaus Brandenstein

Unfallforschung der Versicherer

Tel.: 030 / 20 20 – 58 83

k.brandenstein@gdv.de