Maßnahmen gegen Unfallhäufungen

Die örtliche Unfalluntersuchung schließt für jede Unfallhäufung (UH) mit einem oder mehreren Vorschlägen von erfolgversprechenden Maßnahmen zur Entschärfung der Unfallhäufung ab. Sie werden in der Unfallkommission diskutiert und sollten zu einem einvernehmlichen Beschluss führen.

Grundsätzlich zu unterscheiden sind

▪  Sofortmaßnahmen und

▪  Längerfristige Maßnahmen

Sofortmaßnahmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie unmittelbar umzusetzen und immer zu ergreifen sind, auch bei bereits geplanten Umgestaltungen der Unfallhäufung. Beispiele sind: mobile Geschwindigkeitskontrollen, Optimierung von Markierungen, Versetzen/Wiederholen von Verkehrszeichen

Mittel- und langfristige Maßnahmen bedürfen zumeist längerer Planungs- und Realisierungsphasen. Sie lösen die Sofortmaßnahmen ab um die Unfallhäufung dauerhaft und in einem hohen Maß zu entschärfen. Beispiele sind: Ortsfeste Geschwindigkeitsüberwachungsanlage, Mehrphasige Lichtsignalanlagen mit Linksabbiegeschutz, komplette Neugestaltung wie Umbau in einen Kreisverkehrsplatz.

Die Maßnahmenfindung für eine Unfallhäufung erfolgt durch das Abarbeiten aller Analyseerkenntnisse der auffälligen sicherheitsrelevanten Verkehrsvorgänge, die durch die Fahrtrichtung der Unfallbeteiligten und den Konflikt maßgeblich beschrieben werden. Liegen mehrere Konflikte vor (UH weist mehr als einen auffälligen Unfalltyp auf) muss sich die Maßnahmenfindung auf alle bestehenden Konfliktvorgänge ausrichten.

Bei der Auswahl von Maßnahmen oder Maßnahmenkombinationen gilt:

Maßnahmen müssen

sein.