Unfallkommission
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Sicherheitspreis „Die Unfallkommission 2007“ an die Stadt Nürnberg vergeben
In einer feierlichen Veranstaltung im Nürnberger Rathaus wurde am 26. Mai 2008 die Unfallkommission der Stadt mit dem Sicherheitspreis "Die Unfallkommission 2007" der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ausgezeichnet.
Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und die Vertreter der Deutschen Versicherer (GDV) betonten in Ihren Ansprachen die bedeutsame Arbeit der Unfallkommission für die Verbesserung der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.
Die Unfallkommission Nürnberg hatte die Kreuzung Adolf-Braun-Straße/Fürther Straße/Sigmundstraße, einen hoch frequentierten Knotenpunkt im Zuge der Bundesstraße 8, im Jahr 2002 als Unfallschwerpunkt erkannt und fachgerecht analysiert. Es zeigte sich, dass zahlreiche Unfälle geschahen, bei denen die zweispurig geführten Linksabbieger mit dem Gegenverkehr kollidierten. Bei insgesamt 27 Unfällen erlitten 32 Personen zum Teil schwere Verletzungen.
Zur Sicherung der Linksabbieger ließ die Unfallkommission die Lichtsignalregelung auf einen 4phasigen Ablauf umbauen. wodurch eine deutliche Reduzierung der Abbiegeunfälle eintrat. In der stadteinwärtigen Fahrtrichtung musste dann aber eine nicht vorherzusehende neue Ausprägung im Unfallgeschehen festgestellt werden, verursacht durch Rotlichtverstöße von Fahrzeugführern. Die Unfallkommission reagierte sofort und ordnete eine überlange Peitsche von 7,5 m mit 2 Signalgebern von 300 mm Durchmesser an. Da diese Maßnahme keinen umfassenden Erfolg aufwies wurden Beobachtungen vor Ort durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Fahrzeugführer häufig versuchten die Kreuzung "im letzten Moment" zu passieren. Die Unfallkommission veranlasste daraufhin die Einbindung der Signalisierung in die vorgelagerte bestehende "Grüne Welle".
Im ersten Jahr nach Umsetzung des Maßnahmenpakets 2004 registrierte die Polizei nur noch insgesamt 5 Unfälle, bei denen 2 Menschen leicht verletzt wurden.
Die mit Klaus Neidhardt, dem Präsidenten der Deutschen Hochschule der Polizei und den Professoren Dr. Günter Weise von der TU Dresden sowie Dr. Bernard Steinauer, RWTH Aachen, hochrangig besetze Jury zur Bestimmung des Preisträgers wählte die Nürnberger Unfallkommission aus 18 Bewerbern auf Platz eins.
Der Sicherheitspreis "Die Unfallkommission" geht zurück auf die Initiative der Unfallforschung der Deutschen Versicherer. In Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat und der Zeitschrift auto, motor und sport wurde der mit 5.000 € dotierte Preis bereits zum siebten Mal für die kontinuierliche Arbeit einer engagierten Unfallkommission und der erfolgreichen Beseitigung einer Unfallhäufung verliehen. Das Preisgeld steht dem Gremium für Verkehrssicherheitsmaßnahmen in seinem Zuständigkeitsbereich zur Verfügung.
Die Preisträger
Die Preisträger bei der Preisverleihung
am 26. Mai 2008 im Rathaus Nürnberg.
Von links: Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer; Dr. Armin Zitzmann, Mitglied der Schadenverhütungskommission des GDV ; Polizeihauptkommissar Karl Kirchner, Polizei-
präsidium Mittelfranken; Oberinspektorin Dipl.-Ing. Sandra Niemann, Staatliches Bauamt; Dipl.-Ing. Dagmar Friedrich-Schult, Verkehrsplanungsamt; Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Jochen Fiegl, Tiefbauamt - Verkehrsbehörde, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Ulrich Maly.
(Quelle:GDV)
Das Maßnahmenpaket:
Die weitläufige Kreuzung wies eine überhöhte Anzahl von Linksabbiegeunfällen mit dem Gegenverkehr auf, mit zum Teil schwersten Verletzungsfolgen
Als Maßnahmen setzte die Unfallkommission erfolgreich dagegen:
4-phasige Signalisierung zur Sicherung der Linksabbieger 300mm-Signalgeber und zusätzliche Signalgeber an überlanger Peitsche Einbindung in die vorgelagerte "Grüne Welle"
vorher
nachher


