Querschnitte

Die Wahl eines Straßenquerschnittes bei Neu-, Um- und Ausbau von Außerortsstraßen erfolgte bis 1996 maßgebend nach Kriterien der Kapazität, Verkehrssicherheit spielte nahezu keine Rolle. Erstmalig wurde ein Sicherheitsnachweis für Regelquerschnitte (RQ) in den überarbeiteten Richtlinien für die Anlage von Straßen – Teil: Querschnitte (RAS-Q 96) der FGSV gefordert. Berücksichtigt werden dabei die zu erwartenden volkswirtschaftlichen Kosten durch Straßenverkehrsunfälle in Abhängigkeit der Verkehrsstärke für die unterschiedlichen Regelquerschnitte.

In der von der Unfallforschung der Versicherer entwickelte Arbeitshilfe „Sicherheitsbewertung von Landstraßen “ (CD-ROM-Version 1) werden sowohl die Regelquerschnitte in den RAS-Q als auch in den Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) berücksichtigt. Grundlagen hierzu sind die Ergebnisse in den Mitteilungen 40 „Sicherheit von Landstraßenknotenpunkten Knotenpunktgrundformen, Verkehrsregelung, Zufahrten“ sowie die von den Forschern der Versicherer vorgenommene Anpassungen für die neuen Querschnitten der RAL. In dieser Arbeitshilfe werden Investitions- und Unterhaltungskosten mehrerer Straßenquerschnitte dem Nutzen aus vermeidbaren Unfallkosten gegenübergestellt.