Aufklärung über die Gefahren des Motorradfahrens und Infos zum Sicherheitstraining im Straßenverkehr:
german-safety-tour.de
Drogen am Steuer: Rechtliche Konsequenzen nicht
unterschätzen!
Informationsinitiative des GDV:
dont-drug-and-drive.de
Tipps und Informationen rund um die Themen Versicherung und Verkehr:
versicherung-und-verkehr.de
Spiele, Spaß und Informationen zum Thema Sicherheit für Kinder ab 4. Ausgezeichnet mit dem Erfurter Netcode.
ampelini.de
Autotuning und illegale Autorennen
Das Fahrzeugtuning ist ein legaler, expandierender Markt. Technische und optische Veränderungen von Autos ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Kfz-Branche. Der Rahmen des juristisch Legalen ist sehr weit gefasst.
Der Zusammenhang von „motorsportlicher“ Orientierung und regelwidrigem Verhalten im Straßenverkehr sowie Unfällen ist von der Unfallforschung der Versicherer untersucht worden. Ebenso der Zusammenhang von regelwidrigem Verhalten und „motorsportlichen“ Aktivitäten im Straßenverkehr und erhöhter Aggressivität.
Dabei zeigt sich:
Tuner und Beteiligte an illegalen und spontanen Rennen
- lernen bereits mit 14 bis 17 Jahren Auto fahren, i. d. R. vom Vater, und fahren ab 17 Jahren vermehrt ohne Fahrerlaubnis,
- spielen seit ca. dem 12. Lebensjahr fortgesetzt motorsport- und straßenrennenbezogene Videospiele mit „unfallverherrlichendem“ Inhalt,
- neigen zu massiv unfallgeneigten Verhaltensweisen und Straftaten im Straßenverkehr (Nötigung, Hasard-Spiele, Extremgeschwindigkeiten, Telefonieren am Steuer u. a.),
- wissen um die Sicherheitsgefahren, die von den technischen Mängeln beim Tunen ausgehen, teilweise werden sie bewusst in Kauf genommen,
- bewerten Verkehrsverstöße und Unfälle nicht negativ (Unfall ist Sportunfall).
Folgerungen
Nur nachhaltige Repression durch Polizei und Ordnungsbehörden sind erfolgreich, darüber hinaus scheint eine Verschärfung des Jugendschutzes („unfallverherrlichende“ Video-Spiele) nötig. Selbstkontrolle im Kfz-Gewerbe (Berufsschule, Handwerkskammer) sollte eingefordert werden.
Nur der Entzug der Fahrerlaubnis und Fahrverbote beeindrucken Teilnehmer illegaler Rennen.
Fazit
Auto-Tuning ist ein Wirtschaftsmarkt und „sportliches“ Fahren wird von der Mehrheit der Bevölkerung positiv bewertet. Der „Sportfahrer“ wird als die Instanz für verkehrssicheres Fahren etabliert. Illegale Rennen erregen die Gemüter nur kurz, wenn die nächtliche Ruhe gestört wird oder ein spektakulärer Todesfall zu beklagen ist.
Weiterführende Literatur:
„Von der Play-Station auf die Autobahn: Autotuning, illegale Autorennen und reckless driving“,
J. Kubitzki im Auftrag des GDV,
Berlin 2004
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