Ältere Lkw Fahrer

Ältere Lkw-Fahrer könnten in Zukunft eine Problemgruppe der Verkehrssicherheit sein.
Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Allianz Zentrum für Technik und der Unfallforschung der Versicherer.

Sonderauswertungen vorhandener Unfalldaten, Befragungsergebnisse und Expertenmeinungen zeigen, dass das Unfallrisiko älterer Lkw-Fahrer ab dem 65. Lebensjahr deutlich ansteigt. Besondere Bedeutung haben bei dieser Fahrergruppe die beruflichen Belastungen – zum Beispiel lange Lenkzeiten, ungünstige Fahrtbedingungen und Termindruck. Oft sind ältere   Autofahrer in der Lage ihre Leistungsdefizite zu kompensieren, beispielsweise indem sie Fahrten unter bestimmten Bedingungen (Dunkelheit, hohes Verkehrsaufkommen) vermeiden. Lkw-Fahrer haben aufgrund ihrer beruflichen Anforderungen in der Regel jedoch nicht die Möglichkeit dazu.

Es ist zu erwarten, dass das Güterverkehrsaufkommen in Zukunft weiter ansteigt. Gleichzeitig zeichnet sich ein Mangel an jungen Nachwuchsfahrern ab und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird diskutiert. Die Gruppe der älteren Lkw-Fahrer wird also wahrscheinlich weiter wachsen und sollte hinsichtlich möglicher Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit als auch des Arbeits- und Gesundheitsschutzes betrachtet werden.

Denkbare Maßnahmen sind nicht nur Trainings für Lkw-Fahrer sondern auch Fortbildungsangebote für Unternehmen, die diese für die Bedürfnisse älterer Fahrer sensibilisieren. Äußerst wichtig ist eine altersgerechte Arbeitsplatz­gestaltung für Lkw-Fahrer. Darüber hinaus ist die Gewährleistung der medizinischen Versorgung während der Arbeitszeit notwendig, genauso wie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Ausführlichere Ergebnisse der Studie finden Sie in UDV kompakt .