Repräsentative Befragung

Die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den spezifischen Verkehrsregeln „Geschwindigkeitsübertretung innerorts“, „Rotlichtmissachtung an Ampel“ und „Fahren unter Alkohol“ wurde im Befragungsteil untersucht. Darüber hinaus wurden die Bedingungen, die eine Regelübertretung bzw. eine Regelbefolgung maßgeblich beeinflussen, näher betrachtet. Für die drei genannten Szenarien kann zusammenfassend festgestellt werden:

 

  • Obwohl eine deutliche Mehrheit der 1.009 Befragten die geltenden Regeln zu Geschwindigkeit und Ampeln akzeptiert und Übertretungen zumindest für bedenklich hält, würde dennoch etwa ein Drittel der Befragten mit hoher Wahrscheinlichkeit dagegen verstoßen.
  • Ein vollständig anderes Bild ergibt sich in Bezug auf Alkoholfahrten: Die aktuelle Regelung wird von 41 Prozent der Befragten befürwortet, 93 Prozent halten ein Zuwiderhandeln für auf keinen Fall vertretbar oder zumindest für bedenklich und nur knapp 4 Prozent würden dennoch unter Alkoholeinfluss Auto fahren. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) sprach sich sogar für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer aus.
  • Die bedeutensten Einflussgrößen für einen Regelverstoß sind fest verankerte Gewohnheiten und situative Faktoren (in Eile sein, breite Straße,…):
  • Die persönliche Einstellung (personale Norm) ist für die Befolgung der zulässigen Geschwindigkeit und des Beschleunigens bei „noch gelb“ ebenfalls von großer Bedeutung. Hingegen spielt sie beim Thema Alkohol am Steuer eine untergeordnete Rolle, da die Trennung von Alkoholkonsum und Auto fahren bereits gesellschaftlicher Konsens ist.
  • Die Wahrscheinlichkeit „erwischt“ zu werden ist bei Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen - im Gegensatz zu Alkoholdelikten - nicht relevant.
  • Andere Einflussfaktoren wie Risikowahrnehmung, Strafhärte oder Regelakzeptanz spielen für die Verhaltensentscheidung der Verkehrsteilnehmer eine untergeordnete Rolle.

Weitere Erkenntnisse zum Verhalten und Einstellungen im Verkehr können der UDV-Studie „Verkehrsklima in Deutschland“ entnommen werden.

Alle Videos der UDV sehen Sie hier.

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