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Kleine Autofahrer – schwerere Verletzungen?

Kleine Autofahrer haben nach Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ein höheres Risiko, bei einem Frontalaufprall schwer verletzt zu werden.

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© Harald Almonat/UDV
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Betroffen davon wären aufgrund ihrer geringeren Durchschnittsgröße vor allem Frauen. Ursache dafür könnte die konstruktionsbedingt zu dichte Sitzposition an der Instrumententafel sein.

Bestärkt wird diese Vermutung jetzt durch zwei Crashtests, bei denen ein kleiner Fahrer-Dummy in seiner normalen Sitzposition deutlich höhere Belastungswerte an den Oberschenkeln zeigte als ein optimal positionierter. Zum Schutz kleiner Pkw-Fahrer sollte die Ergonomie im Auto verbessert werden. Zusätzlich muss erforscht werden, ob und wie beispielsweise Knieairbags, verstellbare Pedale und besser einstellbare Lenkräder die Sicherheit von kleinen Fahrern verbessern könnte.

Bei den Crashtests fuhren zwei Kleinwagen mit 50 km/h gegen eine starre Stufenbarriere. Beim ersten Test wurde ein 1,50 m großer Dummy als Fahrer so im Auto positioniert, wie es aus Sicht der Unfallforscher wünschenswert wäre. Da der Dummy in dieser Position aber nicht die Pedale erreicht, wurde für den Versuch eine Pedalverlängerung montiert. Im zweiten Test wurde der Dummy so platziert, wie es in der Praxis notwendig wäre, um die Pedale zu erreichen, also recht nahe am Lenkrad.

Ergebnis der Tests: Da es in der vorderen – also in der Realität einzig möglichen – Sitzposition zum intensiven Knieanprall an der Instrumententafel kommt, steigen die Oberschenkel-Kräfte gegenüber der optimalen Position bis zum Fünffachen an. Eine Analyse der Unfalldatenbank der Versicherer zeigt ebenfalls, dass beim schweren Frontalaufprall der Anteil der schweren Verletzungen bei weiblichen Fahrern um 50 Prozent über dem der männlichen liegt.

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