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UDV

75 Jahre für mehr Verkehrssicherheit

Seit 75 Jahren engagieren sich die deutschen Versicherer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Das Jubiläum bietet Anlass, auf das breite Spektrum der Tätigkeiten in den vergangenen Jahrzehnten zurückzublicken, Entwicklungen Revue passieren zu lassen und zugleich den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft zu richten.

Lesedauer

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Versicherer kann auf eine lange Tradition verweisen. Ihre Vorgängerinstitute haben bereits vor einem Dreivierteljahrhundert angefangen, Beratungs- und Forschungsarbeiten zu leisten, um die Sicherheit auf Deutschlands Straßen zu verbessern und Unfälle zu vermeiden. Als Informationsmaterialien wurde anfangs mit Faltblättern, Filmen und Postkarten zur Verkehrserziehung gearbeitet. 

Geschichte der UDV

  • Köln, 1951: Berater für Schadenverhütung, ab 1997 Institut für Straßenverkehr 
  • München, 1969: Büro für Kfz-Technik, ab 1997 Institut für Fahrzeugsicherheit 
  • Berlin, 2004: Zusammenschluss zu Verkehrstechnisches Institut der Deutschen Versicherer, ab 2006: Unfallforschung der Versicherer im GDV 

Expertise aus verschiedenen Blickwinkeln

Sicherheit im Straßenverkehr lässt sich nur mithilfe einer ganzheitlichen Betrachtung erhöhen. Darum umfasst der interdisziplinäre Forschungsansatz der UDV sowohl die Straße (Verkehrsinfrastruktur vom Gehweg bis zur Autobahn), als auch die Fahrzeuge (vom Fahrrad bis zum schweren Lkw) und schließlich den Menschen, von den Kleinsten, die im Auto richtig gesichert werden müssen, bis hin zu den Ältesten, die möglichst lange noch sicher Auto- oder Fahrradfahren sollen . Eine aus den Schadenakten der Autoversicherer gespeiste Unfalldatenbank ermöglicht dabei eine detaillierte Untersuchung von Unfällen nach verschiedenen interdisziplinären Gesichtspunkten. 

So werden bis zu 400 Details pro Unfall erfasst, vom Hergang über die Fahrzeuge bis zu den Verletzungen. Diese Verbindung von Technik, Medizin und Verkehrswissenschaft ist in der Versicherungsbranche weltweit einzigartig.

In den vergangenen 20 Jahren hat die UDV fast 150 Forschungsprojekte und mehr als 50 Crashtests durchgeführt. Die Themen reichen von Baumunfällen über Tempo-30-Abschnitte auf Hauptstraßen bis zu der Frage, wie Kinder die Geschwindigkeit von Autos einschätzen und wie ältere Menschen mit dem Auto sicher mobil bleiben. Die UDV weiß, wie sich Unfälle mit E-Autos von denen mit Verbrennern unterscheiden. Und vor 15 Jahren hat sie prognostiziert, wie stark Fahrerassistenzsysteme Unfälle verhindern. Heute bestätigt sich das in den Schadenstatistiken der Kfz-Versicherer.

UDV im Dialog

Die Unfallforschung der Versicherer ist ein wichtiger Know-how-Träger und  großer Auftraggeber für universitäre und außeruniversitäre Forschung zur Verkehrssicherheit in Deutschland. So pflegt sie den internationalen Austausch mit anderen Institutionen, die in der Verkehrssicherheitsarbeit tätig sind und steht in ständigem Dialog mit der Politik, der Polizei und den Behörden. Dazu gehört seit Jahrzehnten auch die Unterstützung der Arbeit der Unfallkommissionen. Der Dialog schließt auch die Fahrzeughersteller ein. 

Im Zuge der steigenden gesetzgeberischen Kompetenzen der EU wird der Austausch mit den europäischen Institutionen vertieft und vorangetrieben. Als Forschungsinstitution ist die UDV ausschließlich der Verkehrssicherheit verpflichtet. An der Auswahl der Forschungsprojekte und der Auftragnehmer wirken maßgebliche Institutionen wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) und die Deutsche Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP) mit.

Solange immer noch tausende Menschen jährlich auf deutschen Straßen tödlich verunglücken und Hunderttausende verletzt werden, setzt sich die Unfallforschung der Versicherer für ein Mehr an Sicherheit im Straßenverkehr ein. Dazu gehört auch die enge Abstimmung mit anderen in diesem Bereich tätigen Organisationen, vor allem der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Forschung ist für alle sichtbar

Die Forschungsergebnisse sind auf der Veröffentlichungsseite zu finden. Kurzfassungen erscheinen in der Schriftenreihe: „Unfallforschung kompakt“, teils auch auf Englisch. Die Filme der Crashtests sind auf dem YouTube-Kanal der UDV zu finden. 

Einblicke in die Jubiläums-Veranstaltung finden Sie auf gdv.de. 

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